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Im 20. Jahrhundert bekam die Baumwolle zunehmend Konkurrenz durch chemisch erzeugte Fasern. Speziell Polyesterfasern wurden ab 2003 auf Grund ihrer vielseitigen Eigenschaften erstmals in größeren Mengen verarbeitet als Baumwolle und verdrängten die Naturfaser somit auf Rang zwei.


Da sowohl Natur- als auch Textilfasern ihre Vor- & Nachteile aufweisen, arbeitet die Textilindustrie sehr häufig mit Mischgeweben. Nicht selten werden beispielsweise T-Shirts oder Polos aus einem Mischgewebe bestehend aus 60% Baumwolle und 40% Polyester oder 95% Baumwolle und 5% Elasthan hergestellt.


Vorteile: große Reiß- & Scheuerfestigkeit, nehmen wenig Flüssigkeit auf, extrem pflegeleicht
Nachteile:  verschmutzen leichter, wenig schweißresistent, elektrostatische Aufladung


 
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Viskose wird im Rahmen eines industriellen Verfahrens aus dem natürlichen Rohstoff Zellulose gewonnen. Ausgangsmaterialien sind Buchen- & Fichtenholz oder nicht verspinnbare Baumwolle, weshalb es sich im Gegensatz zu Polyester und Elasthan nicht um eine 100% Synthetikfaser, sondern um eine Zellulosefaser handelt.

Viskose ist der Baumwolle von ihrer chemischen Zusammensetzung sehr ähnlich, die daraus gewonnenen Materialien sind leicht, weich fließend, hautverträglich und atmungsaktiv.

In der Textilindustrie wird Viskose entweder als Mischgewebe oder auch als reines Gewebe verarbeitet. Mit anderen Materialien gemischt findet die Zellulosefaser in der Produktion von Unterwäsche, Blusen und Hosen Verwendung. Viskose darf nur schonend gereinigt werden.




Die Baumwolle ist
eine weiß-graue Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Malvenpflanze gewonnen wird. Im Gegensatz  zur  Kunstfaser ist die Baumwolle sehr saugfähig, was bedeutet, dass sie langsam trocknet und hohe Schmutz- und Ölaufnahmefähigkeit aufweist. Gegen Hitze und Laugen zeigt sich die Naturfaser aber als sehr widerspenstig, sie kann also problemlos gekocht und sterilisiert werden und zeichnet sich trotz häufiger Reinigung als besonders langlebig aus.
 
Ihre allgemeine Hautverträglichkeit, ein geringes Allergiepotential, Reißfestigkeit & Widerstandsfähigkeit gegen Motten und Insekten haben die Baumwolle zu einer der wichtigsten Materialien der Textilindustrie gemacht.


 
Polyester ist eine vollsynthetische Chemiefaser, die aus den Rohstoffen Erdöl und Kohle gewonnen wird und in verschiedenen Strukturen und Materialstärken hergestellt werden kann.

Sehr häufig findet man Polyester in Kombination mit Baumwolle wobei der prozentuelle Naturfaseranteil bei herkömmlichen Textilien immer bedeutend höher ist.

Bei Blusen etwa wird nicht selten mit einem Mischgewebe aus 70% Baumwolle und 30% Polyester gearbeitet. Der Sinn besteht darin, dass sich Natur- & Chemiefaser
ergänzen und somit die Nachteile des anderen Materials ausgleichen. Polyester ist knitterarmpflegeleicht und preisgünstig.

Im Gegensatz zur Baumwolle saugt die Chemiefaser jedoch kaum Schweiß auf und ladet sich elektrostatisch auf. Polyester eignet sich hervorragend für beispielsweise Bademode, Sportbekleidung, Schals oder Krawatten.
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Der kommerzielle Baumwollanbau hat teilweise sehr schädliche Auswirkungen auf die Umwelt da es zum Verlust von Bodenfruchtbarkeit sowie zu Erosionsschäden kommen kann.
Ein hoher Wasser- sowie Energieverbrauch für Transport- und Maschineneinsatz belasten die Umwelt und die wirtschaftliche Situation der Landwirte. 
25% der weltweit eingesetzten Pestizide kommen im konventionellen Baumwollanbau zum Einsatz. 99% aller Baumwoll-Bauern leben in Entwicklungsländern und sind für 75% der Weltproduktion zuständig. 





Der biologische Baumwollanbau setzt diesem entgegen. Monokulturen werden vermieden, der Wechselanbau mit anderen Pflanzen dämmt eine Vermehrung von Baumwollschädlingen ein, diese können auch mit Pheromonfallen bekämpft werden, auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel wird verzichtet.

Eine übermäßige Wässerung wird eingestellt, die Erntemenge wird dadurch geringer, doch die Vermehrung von Krankheiten und Schädlingen kann dadurch abgeschwächt werden und mit Wasserressourcen wird schonend umgegangen. Da in der biologischen Baumwollzucht die Verwendung von ebenfalls giftigen Entlaubungsmitteln verboten ist, muss diese händisch geerntet werden.